Vorstandsarbeit


Vorstandsschulung 2025: Kinderschutz und Para-Sportschießen

Der Kreisschützenverband Pinneberg hatte zur Vorstandsschulung „Jugendschutz im Verein“ eingeladen. Referentin Christa Nordwald vom Kreissportverband Pinneberg führte durch die Schulung.

Hintergrund der Schulung war es, die Vertreter/innen der Vereine und Übungsleiter/innen für den Kinder- und Jugendschutz zu sensibilisieren. Denn Kinderschutz und Kindeswohl werden immer ein wichtiger Bestandteil des Sport- und Verbandswesens sein. Die ehrenamtliche Arbeit mit Menschen ist mit großer Verantwortung verbunden. Je mehr der Jugendschutz im Vordergrund steht, desto mehr Vertrauen haben die Eltern und überlassen ihre Kinder dem Verein.

Fragen wie: Darf ein Trainer ein Kind anfassen, um beispielsweise bei dem Schützen den Anschlag zu korrigieren? Um sicherzugehen, sollte man immer vorher fragen. Bei Jugendlichen, die schon länger im Verein sind, können Trainer oft besser einschätzen, ob eine Berührung ohne vorheriges Fragen in Ordnung ist. Ebenso ist es bei emotionalen Situationen: Darf man ein Kind nach einem Sieg herzlich umarmen und gratulieren oder nach einer Niederlage trösten? Wie verhalte ich mich, wenn Jugendliche sich in der Umkleidekabine umziehen oder manche sich öffentlich umziehen?

Hier ist viel Feingefühl und Sensibilisierung der Jugendlichen wichtig, um heiklen Situationen aus dem Weg zu gehen. Es kommt natürlich immer auf die Sportart an, aber das Kindeswohl muss immer Priorität haben. Die Teilnehmenden hatten regen Diskussionsbedarf, da jeder bereits eigene Erfahrungen mit dem unbequemen, aber sehr wichtigen Thema gemacht hatte.

Trotz umfangreichster Schutzmaßnahmen kann es im Schießsport zu übergriffigen Handlungen kommen, dann gilt es, Ruhe zu bewahren. Die Trainer und Verantwortlichen müssen dann sofort das Gespräch suchen, sich mit den Eltern in Verbindung setzen und eventuell professionelle Hilfe hinzuziehen. Durch die Schulung wurden die Trainer und Verantwortlichen noch stärker für die Thematik sensibilisiert.

Am Nachmittag referierten Barbara (Bibi) und Bernd Kathe über Parasport, unter dem Motto „Paraschießen – Anfassen und Begreifen“. Die Themen umfassten Möglichkeiten, Aus- und Fortbildung für Trainer und Betreuer sowie Wege, die Öffentlichkeit zu informieren. Das Para-Sportschießen ist in der DSB-Sportordnung unter Teil zehn geregelt, eine Klassifizierung mit Hilfsmittelnachweis muss spätestens bei den Landesmeisterschaften vorliegen.

Die verschiedenen Wettkampfklassen unterscheiden sich danach, welche körperliche Beeinträchtigung der Schütze hat. Es wird unterschieden, ob das Sportgerät mit oder ohne Hilfsmittel (Federbock oder Schlinge) gehalten werden kann oder ein Schießstuhl erforderlich ist. Ladehelfer können im Rahmen der Klassifizierung genehmigt werden, wenn die körperlichen Einschränkungen dieses begründen. Alltägliche Hilfsmittel wie Rollstühle werden von der Krankenkasse bezahlt.

Spezielle Hilfsmittel wie Hocker, Schießstühle und Federböcke sind über den Schießsporthandel erhältlich – können aber auch selbst gebaut werden (dabei sind die Regeln der DSB-SpO zu beachten). Schlingen werden bislang meist eigengebaut gemäß DSB-Sportordnung. „Es ist uns leider kein Händler bekannt, der Schlingen verkauft, da hilft nur Eigenbau nach der Sportordnung des DSB“, so Bibi.

Zuschüsse für den Parasport geben die Landessportverbände, für Para-Mittel teilweise sogar mit höheren Sätzen. Weitere Förderquellen sind die Aktion Mensch, private Sponsoren, Stiftungen und Unternehmen. Man kann auch die Zusammenarbeit mit dem Reha- und Behindertensportverband suchen. „Leider gibt es bisher keine eigene Para-Schießtrainer Ausbildung, da hilft zurzeit nur der Erfahrungsaustausch“, so Bibi.

Der DSB plant die Ausschreibung einer Klassifizierer-Ausbildung für Ärzte/Physiotherapeuten mit Schießsporterfahrung. Der Landessportverband Schleswig-Holstein bietet verschiedene Kurse für Behindertensport an, und der DSB wird demnächst eine Kampfrichter-Fortbildung „Para Sportschießen“ ausschreiben.

Um Para Sport publik zu machen, sollten Veranstaltungen wie das Schützenfest genutzt werden, inklusive offener Para-Trainings; zahlreiche Fragen der Teilnehmer zeigten hohen Informationsbedarf.

Bibi und Bernd zeigten auch die Sportgeräte der Paraschützen sowie das Equipment wie Tisch, Hocker, Messgeräte usw. Der SchV Tornesch hatte eine Anlage zum Blindenschießen aufgebaut, die bei den Teilnehmern auf großes Interesse stieß. Bernd zeigte auch, wie das Para Schießsportequipment bei einer Ausrüstungskontrolle gemäß DSB SpO Teil 10 kontrolliert wird.

Zur Stärkung gab es zu Mittag Grünkohl satt und Nachtisch, am Nachmittag gab es dann noch Kaffee und Kuchen.

Text & Fotos: Margrit Kunde


Doppelte Ehrung für den Kreisvorsitzenden Jens Büchner

Zweimal gab es Gold für den Vorsitzenden des Kreisschützenverbandes Pinneberg Jens Büchner, allerdings nicht für sportliche Leistungen, sondern für sein langjähriges Engagement im Ehrenamt.

Seit nunmehr 29 Jahren ist Jens Büchner in der Vorstandsarbeit tätig, zunächst für seinen Heimatverein, den Schützenverein Tornesch, und später zusätzlich noch für den Kreisschützenverband. Inzwischen ist Jens Büchner Vorsitzender beider Organisationen und wird diese Ämter hoffentlich noch viele Jahre mit Freude und Engagement ausführen.

Den langjährigen Einsatz im Ehrenamt für den Sport würdigte der Kreissportverband Pinneberg mit der goldenen Verbandsnadel. Darüber hinaus erhielt Jens Büchner die goldenen Verdienstnadel des Landessportverbandes in Anerkennung seiner Verdienste um den Sport.

Jens Büchner nahm beide Auszeichnungen mit großer Freude beim Verbandstag des Kreissportverbandes am 15. Mai 2024 in Elmshorn entgegen.

Der Kreisvorstand gratuliert Jens sehr herzlich!

Text/Foto: Martina Peetz


Verbandsheft digital 2023

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Kreisschützenverband Pinneberg

Vorstandsschulung 2022: Knackpunkt Pressearbeit

Große Frustration seitens der anwesenden Schützen schlug dem jungen Referenten Lukas Hinz von der Jungen Presse Nord e.V. bei der Vorstandsschulung am 19. November in Heede entgegen. Mit dem Thema „Erfolgreiche Pressearbeit“ sollte er auf Veranlassung des Kreisvorstandes einfache Tipps für eigene Artikel geben und Mut machen, seinen Verein und dessen Aktivitäten öffentlich in ein gutes Licht zu setzen.

Doch schon nach wenigen Minuten kam im Publikum Unmut über die lokale Presse auf. Pressemitteilungen würden stark gekürzt, aus dem Zusammenhang gerissen oder ganz ignoriert. Immer wieder würde das Gespräch mit der Redaktion vor Ort gesucht werden, danach trete kurzzeitig Besserung ein, bis die Aufmerksamkeit der Presse wieder abflaue. Lukas war sehr überrascht, ihm waren die Vorurteile in der öffentlichen Wahrnehmung des Schützenwesens nicht bewusst. Er bot spontan an, den Kontakt zum Beig Verlag herzustellen. Der Kreisvorstand nahm das Angebot gern an und wird ein Gespräch mit dem Chefredakteur führen, damit die Lokalredaktionen vor Ort uns Schützen wieder mehr in den Fokus nehmen.

Weitere Themen der jährlichen Vorstandsschulung waren am Vormittag „Finanzielle Fördermöglichkeiten“ für Sportvereine und am späteren Nachmittag „Bedürfnisnachweis richtig stellen“. Der erste Vortrag wurde von Karsten Tiedemann und Mark Müller vom Kreissportverband Pinneberg gehalten. Die beiden Referenten ergänzten sich sehr gut und gaben viele Tipps und Anregungen, welche Fördertöpfe für welche Vorhaben zuständig sind. Auf der Homepage des KSV gibt es jede Menge Infos und die Kontaktdaten der kompetenten Ansprechpartner zu den einzelnen Themen für noch offene Fragen.

In der Mittagspause verwöhnte das Team vom „Heeder Damm“ wieder mit leckerem Grünkohl. Man munkelt, dass einige Teilnehmer nur wegen der Holsteiner Spezialität zur Vorstandsschulung kommen…

Spaß beiseite: nach dem Mittagessen kam das Aufreger-Thema Pressearbeit und zu guter Letzt informierte Ralph Nolte, Landesreferent Vorderlader und Vorsitzender des SV Quickborn-Renzel, über die Fallstricke der Bedürfnisnachweise für den Erwerb und den Besitz von erlaubnispflichtigen Waffen.

Text/Fotos: Martina Peetz


Digitales Verbandsheft 2022

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Vorstandsschulung 2021 in Heede

"Ihr werdet von dieser Stimme im Schlaf verfolgt werden" prophezeite der Kreisvorsitzende Jens Büchner den knapp 40 Teilnehmern der jährlichen Vorstandsschulung in Heede. Voll gepackt mit Informationen zu Themen wie Corona (unvermeidlich!), Satzung, Mitgliederversammlung, Tranzparenzregister ... Das Programm war sehr ehrzeizig für eine Tagesveranstaltung, so dass die letzten beiden Punkte der Tagesordnung im Galopp genommen werden mussten.

Der bekannte Rechtanwalt und Satzungsexterte Stefan Wagner aus Dresden hat die Themen anschaulich und informativ vermittelt. Sein Credo ist, dass Satzungen alle 5 fünf Jahre einer Prüfung und Überarbeitung bedürfen, denn die Rechtslage ist in ständigem Wandel.

Wir sind alle Ehrenamtler und sollten unsere Arbeit auf eine rechtssichere Grundlage stellen. Deshalb kamen die Fachbücher, die Herr Höfling vom Vereins- und Verbandsservice präsentierte, auch gut an.

Zu der gelungenen Vorstandsschulung trug nicht zuletzt die hervorragende Küche des Gasthofs "Heeder Damm" bei. Der Grünkohl war wieder sehr köstlich und der fehlende Nachtisch wurde durch viel leckeren Kuchen am Nachmittag wieder wettgemacht!

Text/Fotos: Martina Peetz


Verbandsheft 2021

 

Da der Kreisschützentag voraussichtlich erst im August stattfinden kann, wir euch aber schon einmal vorab mit dem Verbandsheft informieren möchten, haben wir es diesmal digital gestaltet. >>>Download pdf


Abwechslungsreiche Vorstandsschulung 2019

 

Heede im Kreis Pinneberg - Samstag - 16.11.2019 – Regen, Regen, Regen Für viele Menschen ein Tag zum bügeln, aufräumen, fernsehen, Blätter harken oder ausruhen….

Nicht für 40 Schützenschwestern und Schützenbrüder aus den Gilden und Schießsportgemeinschaften und Vereinen des Kreisschützenverbandes Pinneberg. Dieser verregnete Tag wurde in der Gemeinde Heede ab 10:00 Uhr genutzt, um sich weiterzubilden. Was stand denn in der Einladung des Tagesseminares im Gasthof Heeder Damm?

Etwas Latein, etwas Deftiges, etwas Digitales und etwas Fachliches…. Der Vorstand des Kreisschützenverbandes unter dem Vorsitz von Jens Büchner, hatte einen bunten Strauß Wissenswertes, Nahrhaftes und Bedeutsames zusammengestellt.

Quo vadis? Die Gesellschaft der Zukunft, Herausforderungen und Chancen für den Schießsport gefolgt von Grünkohl satt aus der Region. Uwe Altemeier, stellv. Vorsitzender des Kreissportverbandes Pinneberg, verstand es, die 40 Aufrechten so gebannt seinem Vortrag und den Anregungen zu lauschen, dass die Pause für das Mittagessen fast übersehen wurde.

Mit einem sehr lebendigen und hochinteressanten Ausblick in die Welt des World Wide Web und die daraus resultierenden Cyberrisiken, verhinderte der Social-Media-Experte und Versicherungsfachmann, Henning Jahn, die Gefahr nach dem leckeren Essen an das heimatliche Sofa zu denken. Es regnete immer noch und die TeilnehmerInnen waren froh, hier zu sein. Zu Hause hätten sie womöglich Blätter harken müssen……

In der aktiven Kaffeepause gab es Butterkuchen und die Möglichkeit die neuen Sommerbiathlongewehre zu testen, die der Kreisverband für alle angeschlossenen Mitglieder angeschafft hat – mit großzügiger Unterstützung der Bürgerstiftung der VR-Bank in Holstein und des Fördervereins der Schützen in Norddeutschland. Jens Büchner rechnet ganz fest mit der Unterstützung der Teilnehmer, die Disziplin Sommerbiathlon im Kreisgebiet zu etablieren. In den Vereinen selbst - zur Förderung des Nachwuchses, aber auch in Kooperationen mit den Sportvereinen aus der Region. Die Lasergewehre sind völlig ungefährlich, lassen sich überall - ohne Sicherheitsbedenken – einsetzen. Der Verband stellt sie den Schützenvereinen kostenfrei zur Verfügung.

Abgerundet hat diesen verregneten Schulungstag ein ausgesuchter Fachmann, Ralph Nolte, Schießstandsachverständiger und aktiver Sportschütze informierte über die Änderungen zum Waffenrecht, Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht, Richtlinien für Standaufsichten und die dazugehörigen Dokumentationen.

Um 16:00 Uhr bedankte sich Büchner im Namen des Kreisvorstandes bei den Referenten und den Teilnehmern für einen gelungenen Fortbildungstag, wünschte einen guten Heimweg und hoffte, dass zu Hause alle Blätter zusammengekehrt waren. Falls nicht, jetzt wurde es zu dunkel zum Harken, nächste Woche fallen auch noch Blätter und es regnete immer noch…..

Text: Jens Büchner
Fotos: Martina Peetz


Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Mehr als 40 Vorständler aus 12 Vereinen des Kreisschützenverbandes Pinneberg waren der Einladung zur jährlichen Vorstandsschulung gefolgt. Der Kreisvorsitzende Jens Büchner begrüßte alle herzlich und dankte für das zahlreiche Erscheinen.

Kreisschützenverband Pinneberg - Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Am Vormittag referierte Henning Jahn vom Versicherungsbüro des LSV über die Sportversicherung sowie deren Ergänzungsverträge speziell für Schützenvereine.
Er räumte ein hartnäckiges Gerücht aus der Welt, nämlich dass Gastschützen im Bogensport nicht versichert wären. Der Kreisschützenverband Pinneberg - Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Henning Jahn

Unter dem Schutz der Sportversicherung stehen alle satzungsgemäßen Aktivitäten der Vereine. Hier sollten die Vereine im Zweifel ihre Satzung prüfen, gerade wenn es um nicht-sportliche Veranstaltungen geht.
Henning Jahn und sein Team stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung. Er bat darum, dass die Vereine sich schon früh in der Planungsphase einer Veranstaltung an ihn wenden, um den Versicherungsschutz eindeutig abklären zu können.
Henning Jahn informierte kompakt und ging auch noch nach seinem Vortrag auf individuelle Fragen ein. Zudem wurden den Teilnehmern schriftliche Informationen in die Hand gegeben, die für die Vereine nützlich sind.

In der Mittagspause gab es wie im Vorjahr Grünkohl mit „allem drum und dran". Alle ließen sich das Holsteiner Traditionsgericht schmecken. Trotz der üppigen Mahlzeit blieb noch Platz für ein Eis zum Nachtisch. Schulen und Schlemmen gehört bei den Schützen zusammen!

Kreisschützenverband Pinneberg - Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Kreisschützenverband Pinneberg - Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Am Nachmittag stand auf Anregung von Kreisjugendleiterin Martina Peetz das Thema Kinderschutz auf dem Programm. In Zusammenarbeit mit dem Kreissportverband Pinneberg wurde der Diplom-Sozialpädagoge Ulrich Kaulen eingeladen. Vom KSV waren der Geschäftsführer Karsten Tiedemann und die Sportwissenschaftlerin Christa Nordwald vor Ort, welche mit einigen Fakten aus dem Kreis Pinneberg den Einstieg in das Thema gestalteten.
Seit 01.01.2012 besteht das neue Kinderschutzgesetz, das Kindern umfangreichen Schutz vor Gewalt jeglicher Art zusichert. Dessen Umsetzung ist auch für Träger der freien Jugendhilfe bindend, also auch für alle Sportvereine. Der Kreissportverband hat in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Pinneberg an alle Vereine mit Jugendabteilung eine Trägervereinbarung geschickt. Diese haben von unseren 16 Schützenvereinen mit Jugendarbeit bereits 9 unterzeichnet zurückgeschickt. Des weiteren bietet der Kreissportverband zahlreiche Aus- und Fortbildungen zum Thema an. Christa Nordwald verteilte eine Broschüre der Sportjugend Schleswig-Holstein, die konkrete Handlungshilfen und Adressen von Ansprechpartnern vor Ort enthält, wenn ein Verdachtsfall von Übergriffigkeit bestehe.

Nach den Fakten und Zahlen aus dem Kreis Pinneberg erhielt Ulrich Kaulen das Wort. Er stellte sich und seinen Werdegang vor und lud zu einem Wechsel des Blickwinkels ein: statt Kindeswohlgefährdung zu fürchten, solle man eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen und gemeinsam für Kindeswohlförderung sorgen. Auch das vielzitierte Schreckgespenst des erweiterten Führungszeugnisses relativierte er. Es gehe nicht darum, langjährige Trainer und Betreuer vorzuführen: „Machen Sie deutlich, dass bei Ihnen aufgepasst wird und laden Sie Ihre Mitarbeiter ein, dabei zu sein."

Kreisschützenverband Pinneberg - Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Ulrich Kaulen

Kreisschützenverband Pinneberg - Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Den Schulungsteilnehmern wurde dann ein eindringlicher Film gezeigt: „Der Trainer war der Täter". Dieser aufwühlende Film regte zum Diskutieren an, wozu der Referent auch ausgiebig Gelegenheit gab. Es stellte sich die Frage, ob Körperkontakt überhaupt noch angebracht sei. Ulrich Kaulen erklärte, dass Sport ohne Berührungen gar nicht möglich sei. Es käme aber darauf an, wie man damit umgehe. Hilfestellungen könne man erklären, das verstünden auch schon kleine Kinder. Auch andere Berührungen seien nicht komplett tabu, wie z.B. eine tröstliche Umarmung. Hier sei ein guter Anhaltspunkt, wenn das Kind selbst auf den Erwachsenen zugehe. Abschließend ließ er die Teilnehmer in kleinen Gruppen darüber sprechen, wo in den eigenen Vereinen Gefährdungen liegen könnten. In seinem Schlusswort gab Ulrich Kaulen allen noch mit auf den Weg, dass sie immer die Kindeswohlförderung im Blick behalten sollten.

Kreisschützenverband Pinneberg - Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Kreisschützenverband Pinneberg - Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Kreisschützenverband Pinneberg - Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Jens Büchner bedankte sich bei den Referenten und bei den Schulungsteilnehmern für Ihre Aufmerksamkeit und Mitarbeit.

Text/Fotos: Martina Peetz


Verbandsrat sucht neue Wege für den Kreiskönig

Die jährliche Sitzung des Kreisverbandsrates am 6. November 2017 in Quickborn begann mit den Berichten des Vorstandes. Der Vorsitzende Jens Büchner berichtete von einem ereignisreichen Jahr im Kreisschützenverband Pinneberg und bedankte sich bei seinem Vorstand und Beirat für die gute Zusammenarbeit.

Kreisschützenverband Pinneberg

Bernd Sinner, stellvertretender Kreisvorsitzender, erstattete einen Kurzbericht von der kürzlich abgehaltenen Landesbeiratstagung. Das Landesleistungszentrum wird weiterhin laufend renoviert, zuletzt waren Dacharbeiten nötig.
Der Kreisschatzmeister Klaus-Jürgen Bruhn stellte fest, dass der Kreisverband finanziell gut aufgestellt sei.
Die Kreissportleiterin Ute Larsen berichtete über die umfangreiche sportliche Arbeit im Kreis und die Erfolge der Pinneberger Sportschützen. Wie gewohnt werden alle Statistiken und Ergebnisse im nächsten Verbandsheft abgedruckt.
Zuletzt wurde von der Kreisjugendleiterin Martina Peetz der Jugendbericht verlesen. Sie wies darauf hin, dass ein Punkt der nächsten Vorstandsschulung das Thema Kinderschutz sein wird, das auf Anregung der Kreisjugendleitung auf die Tagesordnung gesetzt wurde. Hier ergänzte Jens Büchner mit einem Appell an die Vereine, viele Teilnehmer zur Schulung am 25. November anzumelden, denn das Thema Kinderschutz gehe alle an.

Kreisschützenverband Pinneberg - Als nächstes wurde der Terminplan für 2018 besprochen, und es gelang dank der Bereitschaft des Schützenvereins Weidmannsheil Lieth, seinen Königsball zu verschieben, keine Doppelbelegung zu erzielen.  Zu einer fruchtbaren Diskussion kam es beim Tagesordnungspunkt Kreiskönig. Die Teilnahme am Kreiskönigsschießen war in den letzten Jahren stark rückläufig, deshalb wurde die Versammlung nicht zum ersten Mal nach neuen Ideen befragt. In diesem Jahr wurden tatsächlich Vorschläge z.B. zur Verlängerung der

Als nächstes wurde der Terminplan für 2018 besprochen, und es gelang dank der Bereitschaft des Schützenvereins Weidmannsheil Lieth, seinen Königsball zu verschieben, keine Doppelbelegung zu erzielen.

Zu einer fruchtbaren Diskussion kam es beim Tagesordnungspunkt Kreiskönig. Die Teilnahme am Kreiskönigsschießen war in den letzten Jahren stark rückläufig, deshalb wurde die Versammlung nicht zum ersten Mal nach neuen Ideen befragt. In diesem Jahr wurden tatsächlich Vorschläge z.B. zur Verlängerung der "Amtszeit" und zur Verlegung der Proklamation gemacht, die der Kreisvorstand zur Erstellung eines neuen Konzeptes aufgenommen hat. Jens Büchner bemerkte bildhaft: "Wir müssen neue Wege gehen und wenn wir uns verlaufen, müssen wir eben wieder umkehren - oder auch nicht."

Nachdem noch letzte Mitteilungen überbracht waren, schloss Jens Büchner die Sitzung mit einem einfachen "Gut Schuss".

Text + Fotos: Martina Peetz


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